Aktuelles | 23. Feb. 2021

Zwischen Vaterlandsliebe und Ausgrenzung - jüdische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der MGH

Unter diesem Titel machen die MGH im Rahmen von „321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ den Anteil jüdischer Wissenschaftler/-innen an der Entwicklung der Institution MGH, ihre Leistungen im Kontext der Wissenschaftsgeschichte, Lebenssituationen und Herausforderungen aufgrund der Zugehörigkeit zum Judentum sichtbar. In dem Festjahr, das am letzten Sonntag durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier feierlich eröffnet wurde, soll mit mehr als 1000 geplanten Veranstaltungen der selbstverständliche Anteil von Jüdinnen und Juden an der deutschen Gesellschaft thematisiert werden.


Die MGH werden von September 2021 bis Jahresende ihren jüdischen Mitarbeiter/-innen eine Ausstellung widmen, die auch Teil des Rahmenprogramms des 53. Deutschen Historikertags in München sein wird. „Weniger präsent ist aber die erste Geschichte, jene der Juden als fester Bestandteil und Bereicherung des Landes. Es ist eine gute Nachricht, dass das Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ vor allem diese positive Seite in Erinnerung rufen soll, von der ersten Gemeinde in Köln unter Roms Kaiser Konstantin über den Aufklärer Moses Mendelsohn und den Salon der Schriftstellerin Rahel Varnhagen, über Leo Baeck und Hannah Arendt und so viele andere bis heute“, schrieb Dr. Joachim Käppner unter der Überschrift „Juden in Deutschland – Zweifaches Wiedererwachen“ in der SZ vom 22.2.21. Zur Erinnerung an diese positive Seite will auch die MGH-Ausstellung beitragen.


Das MGH-Projekt wird realisiert in Kooperation mit dem Verein 321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V., siehe https://2021jlid.de.